Ein herzliches Dankeschön an alle, die einen Vorschlag für die Fachkonferenz Sprache und Recht eingereicht haben. In Kürze wird das vorläufige Programm veröffentlicht und das Anmeldeportal freigeschaltet werden.

Am 14. und 15. Oktober 2017 veranstaltet der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) die 6. Fachkonferenz Sprache und Recht (ehemals Gerichts dolmetschertag) zu dem Thema

„Übersetzer und Dolmetscher: Mittler zwischen Sprachen und Rechtssystemen“

Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit sind hohe Güter, die im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft und der Multikulturalität der Gesellschaft über die deutsche Sprache hinaus zu vermitteln und zu verteidigen sind. Hierfür bedarf es qualifizierter Sprachmittler, die nicht nur ihre Arbeitssprachen auf höchstem Niveau beherrschen,sondern gerade auch mit den Unterschieden der Rechtssysteme der jeweiligen Länder und den entsprechenden Begrifflichkeiten vertraut sind. Dies gilt natürlich für diejenigen, die für Gerichte und Strafverfolgungsbehörden dolmetschen und übersetzen, in gleicher Weise aber auch für Übersetzer und Dolmetscher, die für Unternehmen, Kanzleien oder Institutionen arbeiten.

Die 6. Fachkonferenz Sprache und Recht will in der Praxis tätige freiberufliche wie angestellte Übersetzer und Dolmetscher, Richter, Anwälte, Notare, Justiziare, Vertreter von Polizei-, Innen- und Ausländerbehörden sowie Politiker und Vertreter der Lehre und der Wirtschaft aus Deutschland ebenso wie aus dem Ausland zu einem intensiven zweitätigen Austausch zusammenbringen.

In 30 bis 40 Fachvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen sollen die sich aus dem JVEG ergebenden rechtlichen Grundlagen ebenso besprochen werden wie einzelne Rechtsgebiete, terminologische Aspekte und konkrete Fragen aus der Praxis sowie spezifische Anliegen der Aus- und Fortbildung.

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer lädt Sie ein, Themenvorschläge für Fachvorträge (30 Minuten plus 10 Minuten Diskussion), Workshops (90 Minuten) oder Podiumsdiskussionen (90 Minuten) zu den folgenden Themengebieten bis 5. Januar 2017 einzureichen:

  • Rechtliche Grundlagen/JVEG
    Konkrete Anliegen und Probleme bei der Umsetzung des JVEG, z. B. Erfahrungen mit § 14 JVEG – Rahmen verträge,Dolmetscher/Übersetzer als Sachverständige vor Gericht – Rolle/Rechte/Pflichten/Aufgaben, Vereinheitlichung der Beeidigungsvoraussetzungen innerhalb Deutschlands, Rolle und Bedeutung des allgemein beeidigten und ermächtigten Dolmetschers/Übersetzers
  • Rechtsgebiete
    Allgemeine und vertiefende Betrachtung von z. B. Vergaberecht, Strafrecht, Immobilienrecht, Arbeitsrecht, Aufenthaltsrecht, Familienrecht, Namensrecht, Prozessrecht, Insolvenzrecht, Zivilrecht, Handelsrecht, Erbrecht, Wirtschaftsrecht – in Deutschland oder einem anderen Land; Cyberkriminalität
  • Terminologie
    Sprachenpaarspezifische Betrachtungen, Besonderheiten bei Vertragsübersetzungen und Gesellschaftsformen in unterschiedlichen Ländern, Urkunden, AGB, Datenschutzvorschriften/Privacy Rules etc.
  • Aus der Praxis
    Konkrete Fragestellungen/Herausforderungen bei z. B. Urkundenübersetzen, Recht im Internet, Vertragsübersetzen, besonderen Dolmetschsituationen (Dolmetschen in Asylverfahren, Videoübertragung von Gerichtsverhandlungen, Dolmetschen in Großverfahren), psychischer Belastung beim Dolmetschen, Status, Rolle und Auswahl von Gerichtsdolmetschern/-übersetzern in den Mitgliedstaaten der EU, Einsatz von Übersetzungssoftware (TM-Tools)
  • Rechtssysteme im Vergleich
  • Anforderungen an die Lehre
    Aus- und Fortbildung von Gerichtsdolmetschern und Urkundenübersetzern in Rechtssprache, Voraussetzungen für die Beeidigung und Ermächtigung in den verschiedenen Bundesländern etc.

Zur Einreichung Ihres Vorschlags nutzen Sie bitte das Formular unter "Abstract einreichen".
Neben dem Titel und einer kurzen Vita bitten wir Sie um ein maximal 1000 Wörter umfassendes Exposé Ihres Vorschlags. Die Konferenzsprache ist Deutsch.

Sollten mehr Vorschläge eingereicht werden als Veranstaltungen durchgeführt werden können, wird eine Expertenkommission eine Auswahl treffen und zugleich nicht angenommenen Vorschlägen die Möglichkeit einer Posterpräsentation anbieten. Alle angenommenen Präsentationen werden in einem Tagungsband veröffentlicht, der zum Termin der Konferenz erhältlich sein wird.

Wichtige Termine

  • Bis zum 31. Januar 2017 benachrichtigen wir Sie, ob Ihr Vorschlag angenommen wurde.
  • Am 1. Februar 2017 wird das vorläufige Programm der Konferenz bekannt gegeben.
  • Zur Aufnahme in den Tagungsband sind die ausgearbeiteten Vorträge bis 31. Juli 2017 einzureichen.

Wir freuen uns auf Ihren Vorschlag!

BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlags GmbH
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